Der Begriff leitet sich vom spanischen endurar (aushalten, ertragen, hartmachen) bzw. vom englischen endurance (Ausdauer) ab. Enduro ist eine Motorsportdisziplin, bei der die Zuverlässigkeit der Motorräder und das Können der Fahrer abseits befestigter Straßen geprüft werden.
Das Wort wird in zwei verschiedenen Bedeutungen verwendet, die im allgemeinen Sprachgebrauch häufig vermischt werden:
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Hersteller*, die häufig Enduro-Gespanne gebaut haben
Dederichs, Udo
*Liste ist nicht vollständig
HU-Enduro-Gespann mit einem Yamaha XS 400-Motor
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Enduro
Der Begriff leitet sich vom spanischen endurar (aushalten, ertragen, hartmachen) bzw. vom englischen endurance (Ausdauer) ab. Laut international üblicher Definition ist Enduro eine Motorsportdisziplin, bei der die Zuverlässigkeit der Motorräder und das Können der Fahrer geprüft werden sollen.
Das Wort wird in zwei verschiedenen Bedeutungen verwendet, die im allgemeinen Sprachgebrauch häufig vermischt werden:
Enduro als Sportdisziplin
Enduro ist eine Form des Motorradsports auf ausgedehnten Geländestrecken abseits der Straße. Grundprinzip ist das zeitkartengestützte Enduro-Format, bei dem eine Reihe von Sonderprüfungen im Zeitfahren absolviert wird. Bei Enduroveranstaltungen gilt es, eine bestimmte Strecke in einer vorgegebenen Sollzeit zu bewältigen, deren Einhaltung durch Zeitkontrollen überwacht wird. Auf die Akteure warten konditionszehrende Langstreckendistanzen zwischen 150 und 300 Kilometer pro Wettkampftag.
Die wichtigste Enduro-Veranstaltung der Welt ist die Internationale Sechstagefahrt (ISDE). Die erste internationale Sechstagefahrt wurde 1913 in Carlisle (England) ausgetragen. Ziel des Wettkampfes war laut Ausschreibung, „Zuverlässigkeit der Motorräder und das Können der Fahrer" zu ermitteln. 1980 erfolgte die Umbenennung von International Six Days Trial (ISDT) in International Six Days Enduro (ISDE), um eine Verwechslung mit dem Trialsport zu vermeiden.
Die FIM Enduro-Einzelweltmeisterschaft (WEC) wird seit 1990 ausgetragen. Sie ist eine reine Einzelfahrer-Disziplin; eine eigenständige Gespann-Klasse existiert nicht.
Enduro als Motorradtyp
Enduro bezeichnet zugleich die dafür verwendeten Motorräder: geländegängige Zweiräder, die sowohl für die Straße zugelassen sind als auch im Geländesport genutzt werden können. Das Fahrzeug Enduro ist im Wesentlichen eine Motocrossmaschine, die serienmäßig mit einer Lichtanlage ausgestattet ist.
Davon zu unterscheiden ist die Reiseenduro: Eine Reiseenduro ist ein straßenzugelassenes Motorrad, das für längere Fahrten auf asphaltierten Strecken und im leichten Gelände konzipiert ist. Im Vergleich zu Enduros bieten Reiseenduros eine bessere Reisetauglichkeit bei gleichzeitigen Einbußen in der Geländetauglichkeit. Wegweisend war die BMW R 80 G/S (ab 1980), die erste reisetaugliche Enduro auf dem Markt, die einen neuen Motorradtyp begründete, der unter anderem durch Erfolge bei der Rallye Dakar rasch Verbreitung fand.
Aus diesem Grund sind sogenannte Reiseenduros und Mehrzylindermaschinen begriffsmäßig eigentlich fehl am Platz, wenn es um den Endurosport geht. Diese Art Motorrad gehört eher in den Bereich Tourenmotorrad oder Rallye. Um diese Bereiche näher zu bestimmen, wurden im Laufe der Zeit Begriffe wie Hard-Enduro, Soft-Enduro oder ähnliches geschaffen.
Eine weitere Unterscheidung kann man beim Fernreisegespann sehen.
Enduro-Gespanne
Bis zur Sechstagefahrt 1956 waren Gespanne und Dreiradfahrzeuge zugelassen. Danach wurden sie aus der ISDE ausgeschlossen. Auf nationaler Ebene existierten Seitenwagenklassen deutlich länger: Die Deutschen Motorradgeländemeisterschaften in der Seitenwagenklasse wurden von 1955 bis 2012 ausgetragen, unterteilt in leichte, mittlere und schwere Klasse.
Neben der Meisterschaft mit Solomaschinen wurden auch Meisterschaften mit Seitenwagen-Gespannen ausgefahren. Da die Anzahl der beteiligten Fahrer stetig zurückging und auch die Anforderungen an die Veranstalter stiegen, wurde nach 1959 in der DDR kein Deutschen Meister mehr ermittelt.
Der Begriff Enduro-Gespann bezeichnet heute im deutschen Sprachraum ein Gespann, das für den Geländeeinsatz konstruiert oder umgebaut wurde — mit angepasstem Fahrwerk, Geländebereifung und entsprechendem Federweg am Beiwagen. Eine FIM-Weltmeisterschaft in dieser Disziplin existiert nicht; der Wettbewerbssport beschränkt sich auf nationale Veranstaltungen und Gleichmäßigkeitsfahrten.
Quellen
FIM Regulations ISDE 2026; Wikipedia: Internationale Sechstagefahrt
Wikipedia: Reiseenduro; enduro-klassik.de: Seitenwagen;
enduro-austria.at: Enduro - der Sport.