Wasp

Wer in den Crossgespann-Championaten der 1970er Jahre vorne mitmischen wollte, setzte auf Wasp-Fahrwerke. Später baute die britische Marke sogar einen bärenstarken Viertakt-Twin. Im September 2019 starb Firmengründer Robin Rhind Tutt.

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Wasp-Enduro-Gespanne mit Straßenzulassung ab 1988.

Unten: Rob Rhind-Tutt und George Greenland mit dem Wasp-Motor

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Mit den Aktivitäten der Marke Wasp wird man sicher noch ein Buch füllen. Hier zunächst die Glanzlichter des vom Gespannsport beseelten Konstrukteurs. Die Historie der südenglischen Manufaktur begann Anfang der 1960er-Jahre. Rob – der eigentlich Charles hieß – bestritt Grasbahn-Seitenwagenrennen und war mit den halbherzig umgestrickten Solomaschinen unzufrieden. Also entwickelte er ein eigens für diese Zwecke konzipiertes Gespann.

Der Erfolg ermutigte Rhind-Tutt, auch Motocross-Dreier zu bauen. Bei seinen Chassis verwendete er vernickeltes und hartgelötetes Rohr aus Chrom-Molybdän-Stahl. Zunächst wurden die Niederländer und Belgier auf die Wasp-Fahrwerke aufmerksam, dann auch die westdeutsche MX-Szene. Konrad Knübben setzte als erster Top-Fahrer ab 1970 auf die Wespen. Fortan sollten Wasp-Gespanne auf internationaler Ebene dominieren. Die Siegesserie riss erst nach den WM-Titeln von Reinhard Böhler/Siegfried Müller 1980 und Ton van Heugten/Frits Kiggen ein Jahr später ab.

Dann wollte der ehrgeizige Brite den mittlerweile dominierenden XS-Twins von Yamaha eigenständige Motoren entgegensetzen. Resultat war ein Vierventiler mit einem Liter Hubraum und rund 85 PS. Für den Zylinderkopf stand Cosworth Pate. Der Motor hatte viel Potenzial, wie der zwölfte WM-Rang der Brüder Paul und Mark Millard im Debütjahr 1983 und die Bronzemedaille für Reinhard Böhler/Franz Burkhardt im folgenden Jahr eindrucksvoll bewiesen.

Leider kam der Wasp-Twin einige Jahre zu spät. Ab 1984 sollten zunächst die Zweitakter in der WM den Ton angeben, allen voran der Jumbo-Twin von EML. Doch mit den Einzylindern von Honda und KTM läuteten Walter Netterscheid sowie die Schweizer Huwyler-Brüder bereits die nächste Runde im Kampf der Motorenkonzepte ein.

Während die Singles bis heute Maß der Dinge sind, gilt der Wap-Twin schon lange als hochdotiertes Sammlerstück.

Text und Bilder: Axel Koenigsbeck, MG 175

 

Reynolds-Rohr

Insbesondere bei Wettbewerbsgespannen wurde auch von Wasp das sogenannte Reynolds-Rohr verwendet, meist vernickelt und hartgelötet.
Reynolds Technology Ltd ist ein Hersteller hochwertiger Rohre unter anderem aus Stahl, Aluminium und Karbon für Fahrräder, Motorräder und weitere Anwendungen. Das Unternehmen mit Sitz in Birmingham (England) wurde 1898 für die Produktion nahtloser, endverstärkter Stahlrohre gegründet. Die Besonderheit: Diese Rohre waren an den Enden dicker als im Mittelteil bei konstantem Außendurchmesser, was zu einer Gewichtseinsparung bei gleichbleibender Stabilität führte.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Reynolds_Technology

 

Der Lieferumfang umfasste 1990 Umbauten für:

 

 

Beiträge in MG:

 

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Siehe auch Touring (Wasp).

Letzte Bearbeitung: 11. April 2026

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