Modellreihe von Heidenwag. Troika I, Tourenbeiwagen ohne Heckklappe und Verdeck, produziert ab 1980, zunächst mit der BMW R 80 ST. Troika II, ab 1988, Beiwagen mit Heckklappe, ohne Verdeck. Es folgten Troika V als 1,5sitzer und Troika VI, ein Behördenbeiwagen der speziell für Russland produziert. Troika Cruiserbeiwagen ab 1995.
1991 bekam der Autor des Gespann-Lexikons die Möglichkeit für eine Testfahrt mit einem Trioka II-Gespann. Was am meisten beeindruckte, war die absolute Spurtreue bei einer Vollbremsung aus 50 km/h. Bei den Gespannen zu jener Zeit war dies eine absolute Ausnahmeerscheinung.
Heiner Heidenwag auf einem Troika. Aufnahme von 2014.
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Daten Heidenwag Troika I an BMW R 800 ST
Vorlauf: 330 mm
Vorspur: 22 - 27 mm
Sturz, Seitenwagen: 1 bis 3 Grad
Sturz, Motorrad: 0 Grad
Beiwagenrad: 300 DY 12" EML TW 3268
Trioka I Fahrwerk: gez. Schwinge mit 75 mm Federweg
Gespannleergewicht: 298 kg
Zul. Ges.-gewicht: 600 kg
Gespann-Spurbreite: 1155 mm
Scheibenbremse: 260 mm, Festsattel
Die Troika-Umbauten von Heiner Heidenwag erhielten 1985 den offizellen Segen der BMW Motorrad GmbH. Für Kunden bedeutet dies eine sechs Monate Werksgarantie mit unbegrenzter Kilometerleistung. Service und eventuelle Garantieabwicklungen können über jeden BMW-Händler erfolgen. Am Gespann werden speziell für das Troika-Gespann bei EML produzierte Teile verwendet. Anstatt des Original-BMW-Doppelschleifenrahmen bildet ein Vierkantrohr das Rückrad. Schon beim Troika I waren Sturz und Vorspur über ein Exzenter einstellbar. Im Laufe der Jahre wurde Fahrwerk und Beiwagen weiterentwickelt.
Heidenwag Troika V 2008
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Länge: 2080 mm
Sitzbreite: 640 mm
Fußraumlänge: 1270 mm
Gepäckraumvolumen: 130 l
Federbein: EML
Federweg: 70 mm
Bremse: hydr. Scheibenbremse
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Gespann ohne Fahrer Der BMW Händler Heidenwag und Krautter baute Anfang der 1980er Jahre ein Show-Gefährt für einen afrikanischen Kunden. Dazu wurde in den Fußraum des Beiwagens ein kompletter BMW-Lenker eingebaut, mit Gasgriff, Bremse, Kupplungshebel, Startknopf und Killschalter. Gelenkt wurde per Gestänge von einem im Beiwagen liegenden Fahrer, der aus einem winzigen Seeschlitz nach vorne schauen konnte. Insgesamt 50 Arbeitsstunden hat der bei Heidenwag und Krauter angestellte Mechaniker Roger Völl in den verrückten Sonderbau gesteckt. Bestellt wurde dieses Fahrzeug von der Firma S&E Africa Trading GmbH. Der eigentliche Kunde war jedoch die Armee des ostafrikanischen Zwergstaates Malawi. Zwar hatte der Staat Malawi bereits in den siebziger Jahren zwei solche Gespanne mit Honda-Zugmaschinen besessen, die aber während einer Show-Vorführung zum Unabhängigkeitstag verunfallten. |