Die Ernst Heinkel AG war ursprünglich ein Flugzeughersteller. Nach dem Zweiten Weltkrieg durfte das Unternehmen zunächst keine Flugzeuge bauen und stellte seine Produktion in Stuttgart-Feuerbach auf Motorroller, Kleinstfahrzeuge und später Mopeds um. Der bekannteste Roller war der Heinkel Tourist, der von 1953 bis 1965 gebaut.
Angeboten wurden von Heinkel folgende Rollermodelle:
Tourist 101 A0
Tourist 102 A1
Tourist 103 A0
Tourist 103 A1
Tourist 103 A2
Beiwagenbetrieb
Der Heinkel Tourist war einer der wenigen Motorroller seiner Zeit, der sich aufgrund seines stabilen Stahlrohrrahmens und des kräftigen Viertaktmotors gut für den Betrieb mit einem Beiwagen eignete. Einen werksseitigen Heinkel-Beiwagen gab es jedoch nicht. Stattdessen griffen Händler und Kunden auf Zubehörhersteller zurück.
Besonders verbreitet waren:
Steib – vor allem die leichten Modelle harmonierten mit dem Tourist.
Royal – bot ebenfalls in den 1950er und 60er Jahren leichte Roller-Gondeln.
Die Kombination aus Heinkel Tourist und Steib- oder Royal-Beiwagen war insbesondere in Süddeutschland und Österreich stark verbreitet.
Gut geeignet für den Beiwagenbetrieb
Im Vergleich zu vielen zeitgenössischen Rollern wie der Vespa oder der Lambretta bot der Heinkel mehrere Vorteile:
robuster Viertaktmotor mit hohem Drehmoment
stabile Rahmenkonstruktion
großes Eigengewicht und ruhiger Geradeauslauf
serienmäßiger Elektrostarter
hohe Zuladung.
In Großbritannien wurde er als „Rolls-Royce of Scooters“ beworben.
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Beiträge in MG 36, 133, 154, 191
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