CO-Konzentrationen

Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das bei unvollständiger Verbrennung von Kraftstoffen entsteht. Es ist hochtoxisch: CO bindet sich rund 300-mal stärker an das Hämoglobin der roten Blutkörperchen als Sauerstoff und verhindert so den Sauerstofftransport im Blut. Im Gespannbetrieb kann CO aus dem Motorradauspuff in den Beiwagenraum gelangen.

 

Grenzwerte

Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für Kohlenmonoxid wurde in Deutschland mit der Technischen Regel für Gefahrstoffe (TRGS 900) zum 15. Januar 2024 auf 20 ppm (über 8 Stunden gemittelt) abgesenkt, zuvor galt ein Wert von 30 ppm. Dieser AGW entspricht etwa 23 mg/m³.

Zum Vergleich: In den USA liegen die Grenzwerte zwischen 25 ppm (ACGIH) und 50 ppm (OSHA) für achtstündige Exposition; kurzfristig sind dort teils bis zu 200 ppm als Obergrenze zulässig.

Die normale CO-Konzentration der Außenluft liegt bei etwa 0,1 ppm.

 

Konzentration und Wirkung

Die folgende Übersicht zeigt die Wirkung verschiedener CO-Konzentrationen auf den Menschen:

Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Personen und Menschen mit Herzerkrankungen.

 

CO-Messung im Beiwagen

Wird eines der beschriebenen Symptome wahrgenommen, sollte der CO-Gehalt gemessen werden. Im Handel sind tragbare CO-Messgeräte erhältlich, die die Konzentration in ppm anzeigen. Bei der Messung im Beiwagen sind folgende Punkte zu beachten:

Eine einmalige Messung unter einer bestimmten Fahrsituation erlaubt keinen allgemeinen Rückschluss auf das Abgasverhalten des Beiwagens.

 

Bei Verdacht auf CO-Einwirkung sofort:

1. Fahrt unterbrechen, Motor ausschalten, Passagier aus dem Beiwagen helfen

2. Frischluft zuführen

3. Bei Symptomen: Notruf 112

CO-Vergiftungen sind medizinische Notfälle. Die Symptome (Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit) werden häufig mit Kreislaufproblemen oder Reiseübelkeit verwechselt.

 

 

Siehe auch Abgas im Beiwagen

Beiträge in MG 14, 17, 19, 34

Letzte Bearbeitung: 16. Juni 2026

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