Tremola (Armec)

Hersteller: Armec, Lohrensäge, CH-6020 Emmenbrücke (Schweiz). Erste Importeure in Deutschland: Herbert Schajor, Tüßling; C. Carstens, Hennstedt. Produktionsbeginn: ca. 1987

Version I ist ein 1-Sitzer, Version II, ab 1992, ein 1,5-Sitzer als Tremola II. Das prägende Stilelement ist die Beiwagenfront. Sie ist der Form von einsitzigen offenen Rennwagen mit freistehenden Rädern nachempfunden (Monoposto).

 

Armec Yamaha Vmax mit Tremola I, ein Traumgespann vieler Gespannfreunde.

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Konstruktion und Designphilosophie

Das prägende Stilelement aller Tremola-Modelle ist die Beiwagenfront: Sie ist der Form einsitziger offener Rennwagen mit freistehenden Rädern nachempfunden – dem sogenannten Monoposto. Mit dieser von der damals herrschenden Mode abweichenden Formgebung galt der Tremola bei seiner Markteinführung als großer Wurf. Konstrukteure sind die Gebrüder Aregger.

Das Fahrgestell trägt je nach Ausführung einen ARMEC-eigenen Rundrohrrahmen mit gezogener Schwinge oder einen universellen Rechteckrohr-Hilfsrahmen für den Anbau an verschiedene Zugmaschinen. Das Boot wird über sechs Streben mit dem Fahrwerk verschraubt; der vordere Superbreitreifen hängt in einer Beringer-Schwingengabel mit zwei Bilstein-Federbeinen.

Im Rahmen der Modellpflege (Stand 1994/95) wurde der Tremola I erheblich überarbeitet, ohne die ursprüngliche Formsprache zu verändern: Das Boot wuchs um zehn Zentimeter in der Länge, der Einstieg wurde vergrößert, die Windschutzscheibe durch zwei seitliche Streben bruchsicher gefasst und nach vorne versetzt – sodass auch Fahrer normaler Körpergröße über deren Oberkante schauen können. Das Heck wuchs vor allem in der Höhe, was dem Gepäckabteil mehr Stauraum bringt und den Passagier besser vor Verwirbelungen von heckwärts schützt. Die aufgewertete Version wird intern als Tremola I Evo bezeichnet.

 

Tremola 1 Evo, Mobec-Umbau
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Bekannte Zugmaschinen-Kombinationen

Der Tremola I wurde u. a. kombiniert mit: Yamaha V-Max, Ducati 907 i.e., Moto Guzzi California, BMW R-Modellen sowie diversen Harley-Davidson-Modellen. Die Paarung mit der Yamaha V-Max galt in der Szene als eines der begehrtesten Traumgespanne.

 

Daten Armec Tremola 1 Evo

Bemerkungen: Serienmäßig mit Aluminiumfelge, Innenauskleidung geflockt, Bodenschalen in Fuß- und Kofferraum, verstellbarer Sitz, Zusatztank als Option.

 

Beiträge: MG Nr. 6, 13, 27, 168, 174

 

 

Armec Tremola II

Tremola II – ab 1992. Anderthalbsitzer mit erweitertem Platzangebot. Die Schwinge wurde verstärkt und breiter gelagert. Das Chassis ist weitgehend identisch mit dem des Tremola I Evo.

 

Abb.: Mobec-Umbau
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Daten Armec Tremola II

Bemerkungen: War auch als Tremola Basic lieferbar, Serienmäßig mit Aluminiumfelge, Innenauskleidung geflockt, Bodenschalen in Fuß- und Kofferraum, verstellbarer Sitz, Zusatztank als Option. BW-Bremse mit zwei Zangen.

 

Beiträge in MG Nr. 16, 31, Basic in Nr. 62

 

Armec Tremola Uni

Zusammenfassung aus MOTORRAD-GESPANNE Nr. 31, Januar 1996, S. 64

 

Neu vorgestellt 1995/96. Das Tremola Uni besitzt ein Universalchassis, das mit allen gängigen Umbaukits kombiniert werden kann. Die Bootsform wurde gegenüber dem Tremola II modifiziert. Wesentliche Neuerung: Der Zusatztank befindet sich außerhalb des Bootskörpers auf dem Chassis. Anschlüsse: Uniball-Gelenke für die unteren Verbindungen (wie bei Armee-Gespannen mit Anschlüssen in der Fahrzeuglängsachse, vgl. Schwenker und Vmax). Breitreifen 175/65 R14; breite geschobene Schwinge mit Nachlauf-Exzenterverstellung. Reifen: Goodyear Aquatred.

 

Technische Daten Tremola Uni (Kombination Mobec-Triumph Trident 900, Stand 1996):

  • Radstand Gespann: 1580 mm

  • Spurbreite: 1330 mm

  • Vorlauf: 350 mm

  • Vorspur: 16 mm

  • Nachlauf: VR: 20–50 mm (Exzenter)

  • Bereifung: 175/65 R14 (Goodyear Aquatred)

Preis maschinenseitiger Umbau mit Tremola Uni inkl. Montage, TÜV-Abnahme, Einweisung, Bedienungsanleitung: 40.200 D-Mark (davon Lackierung mit handgezogenen Zierlinien und gebrushten Logos: 7.450 D-Mark).

Letzte Bearbeitung: 16. Mai 2026

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