Der Torsionsstab auch Torsionsfeder oder Drehstabfeder genannt, wird aus legierten Stählen hergestellt: Ein Rundstahlstab, der an beiden Enden verspannt ist. Einerseits ist er am Beiwagenfahrwerk befestigt, andererseits an der Radaufhängung. Ändert sich die Radelst, verdreht sich der Stahl, er federt. Erfunden hat diese Federung Ferdinand Porsche.
Eigenschaften
Voreile gegenüber Schraubenfedern mit Stoßdämpfer:
Geringer Platzbedarf (kein aufrechter Federweg nötig)
Vergleichsweise niedrige Herstellungskosten
Nachteile:
Keine integrierte Dämpfung (separater Stoßdämpfer nötig oder keine Dämpfung)
Geringere Progressionsmöglichkeiten als Schraubenfedern
Fortschritt in der Stoßdämpfertechnik macht moderne Dämpfer-Federbein-Kombis im Beiwagenbau deutlich überlegen.
Historischer Einsatz
Bis in die 1960er Jahre wurde die Torsionsfeder bei vielen Beiwagen verwendet. Aber auch bei Carell-Beiwagenfahrwerke in den 1980ern (Carell TR 500 NB).
Typische Kombination: Geschobene Kurzschwinge + Torsionsfeder (z. B. Pannonia 250 TLF / Duna OK3, Baujahre ca. 1950–1970).
Squire-Beiwagen: Wechsel zur Watsonian-Federung
Der Squire-Beiwagen verwendete bis 1990 den originalen Flexitor als Federung (Typ ST 1 / ST 2). Erst mit dem ST 3 ab 1990 wechselte Squire auf eine Watsonian-Federung mit modernem Federbein.
Beiträge in MG 101, 148, 172
Siehe Stabilisator.
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