Longhi

Italienischer Beiwagenhersteller mit Sitz in Mailand. Produktion von 1932 bis in die 1980er Jahre.

 

Unternehmensgeschichte

In den 1960er Jahren stellten nahezu alle italienischen Beiwagenhersteller die Produktion ein – Longhi zählte zu den wenigen Ausnahmen. Das Unternehmen fertigte zudem Zulieferteile für Vespa sowie Beiwagen auf Einzelbestellung. Die Jahresproduktion war äußerst gering; für das Jahr 1993 sind drei Einheiten überliefert.

 

Konstruktion

Der zuletzt gefertigte Beiwagen bei Longhi war das Modell 82. Die Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) war auf vier Gummipuffer gesetzt, die auf einem Rechteckrohrrahmen verschraubt waren. Das Federbein an der gezogenen Schwinge bot nur geringen Federweg; durch starkes Schrägstellen des Federbeins versuchte man diesen Nachteil zu mildern. Das Modell 82 wurde ab Werk mit 10-Zoll-Rädern und hydraulischer Trommelbremse ausgeliefert. Die Einstiegsklappe klappt der Passagiers nach vorne. Ein Hochverdeck bot Gawa an; verfügbar war auch ein handbetätigter Scheibenwischer. Der Vorlauf betrug nur 125 mm.

 

Abb.: Prospekt vom ehemaligen Importeur Mailhammer.

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Preise, Modell 82 im Jahr 1981:

Der Beiwagen hatte ein Leergewicht von 84 kg und erlaubte ein zulässiges Gesamtgewicht von 200 kg.

 

Import nach Deutschland

Importeure für Deutschland waren die Firmen Mailhammer und Gawa. Umbauten mit Direktimporten wurden unter von der Firma Walter durchgeführt.

 

Nachfolge

Costantino Frontalini erwarb in den 1990er Jahren die Beiwagenabteilung von Longhi und setzte die Fertigung in kleinen Stückzahlen fort. Das von ihm produzierte Modell trägt den Namen Cäsar. In Deutschland erfolgten einige wenige Umbauten durch die Firma Walter.

 

 

 

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Longhi NORMAL-Modell

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Modell GULLIVER. Sidecar Longhi Mod. 82.

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Modell 98 mit zwei Sitzen nebeneinander.

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Bauer Benelli Museum, MG 180

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Longhi-Boot von 1934
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Letzte Bearbeitung: 22. Mai 2026

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