Es gibt Menschen, an deren außergewöhnlichen Mut und Leistungen man sich mit großem Respekt erinnern sollte.
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Alfred LeRoy war ein US-amerikanischer Motorradpionier der 1910er-Jahre, der trotz schwerster körperlicher Einschränkungen durch außergewöhnliche Langstreckenfahrten bekannt wurde. Nachdem er im Alter von 15 Jahren bei einem Eisenbahnunfall beide Beine und einen Teil eines Arms verloren hatte, entschied er sich dennoch, Motorrad zu fahren.
Nach acht Jahren Sparen kaufte LeRoy sein erstes Motorrad und passte seine Maschinen fortlaufend an seine körperlichen Möglichkeiten an. Bekannt wurde insbesondere sein Gespann auf Basis einer Harley-Davidson J von 1916.
Das Fahrzeug verfügte über einen links montierten Beiwagen, spezielle Lenk- und Bedienelemente sowie zahlreiche praktische Umbauten. Der Beiwagen war zugleich als eine Art mobiles Quartier eingerichtet, mit Schlafausstattung, Wetterschutz, Wasserbehälter, Stauraum für Ausrüstung, und einen Extraplatz für seinen Hund gehörte zur Konstruktion.
Mit diesem individuell umgebauten Gespann unternahm LeRoy in den 1910er-Jahren mehrere Fernreisen durch die Vereinigten Staaten und legte dabei schätzungsweise rund 50.000 Meilen zurück. Bis 1916 hatte er das Land bereits dreimal durchquert, unter anderem auf einer Fahrt von Los Angeles nach New York City.
Seine Reisen machten ihn zeitweise bekannt; er finanzierte sich teilweise durch den Verkauf von Postkarten und erhielt Unterstützung von Herstellern, die seine Fahrten als Werbung für die Haltbarkeit ihrer Produkte nutzten. Über seine Leistungen berichtete 1916 auch die Fachzeitschrift Motorcycle Illustrated.
LeRoys Fahrten gelten als außergewöhnliches Beispiel für Durchhaltevermögen und technische Anpassung im frühen Motorradzeitalter.
Siehe auch: Behindertenumbauten