Beiwagen- und Gespannhersteller (F). In Deutschland hat der französische Hersteller erstmals auf der Internationalen Fahrrad und Motorrad Ausstellung (IFMA) in Köln Beiwagen und Gespann-Accessoires vorgestellt. Den Import übernahm Helmut Walter und nach Geschäftsaufgabe des französichen Herstellers Jewell, übernahm Walter 1988 die Jewell-Beiwagenformen.
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Jewell (Frankreich) Namensherkunft: Der Name ist eine Verballhornung des Vornamens des Konstrukteurs Joël Enndewell. "Jewell" bedeutet im Englischen "Bijou/Schmuckstück". Diese Herleitung stammt direkt von Enndewell selbst. Gründungsgeschichte (laut Eigenbericht Joël Enndewell, Forum pit-lane.biz, 15.01.2016): 1973/74 baute der Seitenwagen-Rennfahrer Enndewell einen ersten Chassis-Prototyp aus Vierkantrohr, mit doppelter Schwinge und geschobenem Rad, gedämpft durch einen Decarbon-Stoßdämpfer. Besonderheit war die Beiwagenanbindung über 36-mm-Anhängerkupplungskugeln. Damit konnte der Beiwagen in wenigen Minuten an- und abgebaut werden. Die Vermarktung übernahm ein Bekannter seiner Frau; Enndewell blieb nur für Prototypenbau und die Anschlussadapter für verschiedene Motorradmodelle (u. a. Honda GL 1000) zuständig. Das Bootdesign stammt von einem externen Designer, nicht von Enndewell selbst. 1983 wurden allein in seinem eigenen Laden 40 Jewell-Beiwagen verkauft, was einen Hinweis auf den damaligen Verkaufserfolg gibt. Eigentümerwechsel (laut Enndewell und ergänzt von "Philippe LBC" im selben Forum, 18.01.2016). Die Firma COBER übernahm und brachte 1973 ihr erste Modell auf den Markt. Dann kaufte den Betrieb Leslie Harlam. Etwa 1988 übernahmen die Brüder Damois (Jean-Louis Damois u. a.) Jewell, Sitz Route de Rumilly, Albens, Savoie (DJ Construction). Wenig später verkauften die Brüder Damois die Marke schließlich an den deutschen Hersteller Walter, der die Beiwagenformen bis in die 2020er Jahre für seine Umbauten verwendete.
Hinweis: |
Walter/Jewell Junior
Der Kleinste aus dem Jewell-Programm hat bei Walter als wichtigste Modellpflege eine kleine Kofferraumklappe bekommen. Das Fahrwerk entspricht in Konstruktion und Aufbau den größeren Modellen. Leergewicht nur 65 Kilogramm.
Beitrag in MG Nr.0, 1988
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Walter/Jewell Elegance
Ebenso wie das Modell Junior und der Zweisitzer läuft auch der Jewell Elegance auf dem typischen Fahrgestell aus Vierkantrohr, mit einstellbarer geschobener Schwinge. Das ermöglicht eine einfachere Montage, da die Vorspur nachträglich an der Schwinge korrigiert werden kann. Das handlaminierte Boot ruht auf Silentblöcken und bietet ein großzügiges Innenraumangebot.
Beitrag in MG Nr.4
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Daten Walter Jewell Elegance (1997)
Länge: 2150 mm
Sitzbreite: 650 mm
Fußraumlänge: 1260 mm
Kofferraumvolumen: 185 1
Verdeck serienmäßig: ja
Kopfraumhöhe bei geschlossenem Verdeck: 900 mm
Sicherheitsgurte serienmäßig: ja
Bereifung: 155/70 x 13
Federbein: Boge
Federweg: 80 mm
Scheibenbremse serienmäßig ja
Leergewicht: 85 kg
Zul. Gesamtgewicht: 250 kg
Walter/Jewell-Zweisitzer
Auch das große Jewell-Boot mit einer Sitzbreite von 750 mm wurde von Walter modellgepflegt. So wurde der Einstieg verlängert und der Fußraum vergrößert. Eine neue, steilere Frontscheibe bietet besseren Wetterschutz.
Beitrag in MG Nr.8
![embedded image (png) [image]](images/Jewell+Walter_img3.png)
Beiträge in MG: 0, 4, 8, 20, 32, 34, 39, 46, 64, 185
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