Motorradmarke und Gespannhersteller, Köln und Bad Godesberg, 1924–1935.
Gegründet 1924 von Franz Becker in Köln unter der Firmierung „Kölner Motorrad und Maschinenbau (K.M.B.)". Nach Beckers Insolvenz 1926 erwarben die Brüder Felix und Rolf Schröldter das Unternehmen und verlegten die Produktion nach Bad Godesberg.
In der Serienfertigung setzte Imperia auf Fremdmotoren, vorrangig Schweizer MAG-Aggregate, daneben Blackburne und JAP. In den frühen 1930er Jahren stieß der niederländische Konstrukteur Arthur F. Dom zum Unternehmen.
Zu den Modellen zählte der „Berggeist" mit einem 593-cm³-MAG-Einzylindermotor, der explizit „für Reise und Gespannbetrieb" ausgelegt war und 15 PS leistete. [MG 98]
Im Rennsport fuhren die Brüder Kurt und Ernst Loof um 1930 sehr erfolgreich mit einem Imperia-Parallelneiger-Gespann Straßenrennen. [MG 10]
Konstruktive Bedeutung: Der Imperia-Ingenieur Heinz Koster patentierte 1935 den Schwenker — das erste Patent für neigende Seitenwagen-Konstruktionen. Es bildet die technische Grundlage aller späteren Schwenker-Gespanne, unter anderem von Armec und Kalich.
Infolge zu vieler experimenteller Entwicklungen und finanzieller Schwierigkeiten endete die Produktion gegen Ende 1935.