Karosseriebauer und Kfz-Mechaniker aus Clenze (Landkreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen). Gespann- und Beiwagenhersteller unter der Marke RHC, aktiv etwa 1996 bis 2010.
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Werdegang:
Anders als die meisten sportlich aktiven Sidecar-Spezialisten, die sich erst nach ihrer Rennkarriere dem Bau von Alltagsgespannen zuwandten, ging Hollweg den umgekehrten Weg: Bereits als Karosseriebauer baute er Beiwagen an verschiedenste Zugmaschinen – von der Moto Guzzi bis zur Münch Mammut. Erst im fortgeschrittenen Alter von 37 Jahren ging er erstmals auf die Rundstrecke. Krönung seiner Rennkarriere war der Deutsche Meistertitel 1995, gemeinsam mit Beifahrer Oliver Mädler.
Reinhold Holweg 1997, ak
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Produktprogramm:
Unter dem Markenzeichen RHC ("Tourensportboot") baute Hollweg Komplettgespanne, unter anderem auf Basis BMW R 1100 RS, sowie Einzelumbauten an fremde Zugmaschinen. Charakteristisch für die RHC-Gespanne war ihre sportliche Fahrwerksauslegung, eine direkte Folge von Hollwegs eigener Rennsporterfahrung.
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Technik (BMW R 1100 RS, Stand MG Nr. 37/1997)
Bei der Umrüstung des Vierventil-Boxers verzichtete Hollweg, ähnlich wie auch EML oder Bals, auf eine Einbeziehung des BMW-Telelever. Das Vorderrad wurde stattdessen von einer konventionellen Schubschwinge mit zwei Koni-Federbeinen und exzentrisch gelagerter Achse geführt; der originale A-Lenker diente dabei starr fixiert als untere Aufnahme der Schwinggabel.
Zur Anbindung des Beiwagens diente ein mehrfach verschraubter Gitterrahmen, der das vom Motor getragene Basisfahrwerk zusätzlich versteifte. Im Heck stützte ein in Härte und Dämpfung geändertes Federbein die originale Einarmschwinge ab; die Führung des Beiwagenrades übernahm eine gezogene Kurzschwinge mit Koni-Element. Die Beiwagenradbremse war mit der Pedalhydraulik des Hinterrads gekoppelt, die vordere Zweischeibenanlage blieb separat handbedient.
Ausstattungsvarianten:
Die Standardausführung war mit Stahlrädern (15 Zoll motorradseitig, 13 Zoll Beiwagen) und Reifenbreiten von 135 bis 155 erhältlich; die "verschärfte" Breitreifenversion nutzte Leichtmetallräder mit Breitreifen, einen aufwendigen Siebenpunktanschluss und einen gewichtsoptimierten Bootskörper mit Einbuchtung im rechten Fußraumbereich. Der Serien-Bootsaufbau war aus Polyester mit dicker Wandstärke gefertigt.
Daten RHC-Beiwagen:
Rahmen: Stahlrohrrahmen aus Vierkant- und Rundrohr, gezogene Kurzschwinge
Länge: 1900 mm
Sitzbreite: 550 mm
Fußraumlänge: 1500 mm
Verdeck serienmäßig: nein
Kofferraumvolumen: 150 l
Sicherheitsgurte serienmäßig: nein
Radgröße: 135 x 13
Federbein: Koni
Federweg: 50 mm
Scheibenbremse serienmäßig: ja
Leergewicht: 95 kg
Zul. Gesamtgewicht: 50 kg
Zusatztank: optional
Beitrag in MG Nr. 37, 1/1997
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