Die Drehstabfederung ist ein Federungssystem, bei dem ein elastisch verdrillbarer Metallstab als Federelement dient. Im Seitenwagenrahmen ermöglicht sie die Höhenverstellung des Beiwagenfahrwerks. Ein Hydraulikdämpfer ergänzt die Federung in der Regel.
Technik
Der Drehstab verdreht sich unter Last und gibt beim Entlasten die gespeicherte Energie wieder ab. Viele Ausführungen sind verstellbar, sodass die Federrate der Zuladung angepasst werden kann. Typische Federwege liegen zwischen 90 und 100 mm.
Geschichte
1930 wurde ein Patent zur Seitenwagenfederung mittels Drehstab erteilt (Porsche). Die Drehstabfederung kam in zahlreichen Seitenwagen zum Einsatz, darunter Modelle von Chang Jiang und EML. Das Chang-Jiang-Modell M1S von 1983 ersetzte die Drehstabfederung durch eine Beiwagenschwinge mit Hydraulikdämpfer.
Einsatz
Geschobene Kurzschwingen mit Drehstabfederung und Hydraulikdämpfer werden immer wieder im Beiwagenbau eingesetzt. Die Kombination erlaubt eine kompakte Bauform und bietet nachträgliche Einstellmöglichkeiten.
Siehe auch: Blattfeder, Beiwagenradfederung, Stabilisator, Beiwagen-Federbein, Federstrebe, Zentralfederbein-Vorderradschwinge
Beiträge in MG 110, 130, 138, 139, 178, 193
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