Chang Jiang CJ 750 ist die Bezeichnung eines chinesischen Motorradgespanns mit 746-cm³-Zweizylinder-Boxermotor. Das Modell geht konstruktiv auf die sowjetische M 72 zurück, die ihrerseits ein Lizenznachbau der BMW R 71 von 1938 war.
Abb. Chang Jiang M1
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Die Produktion begann Mitte der 1950er Jahre in China; als Serienbeginn wird meist 1957 genannt, teils auch 1956 für den Produktionsanlauf. Frühe Fahrzeuge wurden zunächst unter der Bezeichnung Yangtze angeboten; die heute gebräuchliche chinesische Schreibweise lautet Changjiang (长江), zuvor international meist Chang Jiang.
Technisch handelt es sich um ein robustes, langhubiges Gespannmotorrad mit luftgekühltem Viertakt-Boxermotor, Kardanantrieb und meist angehängtem Seitenwagen. Für die klassische CJ 750 werden 746 cm³ Hubraum, etwa 28 PS Leistung, Vierganggetriebe und Trommelbremsen angegeben; spätere Versionen erhielten eine optimierte elektrische Anlage, Anlasser und teils Rückwärtsgang
Zu den wichtigsten Varianten zählen M1, M1M und die spätere M1S bzw. Super-Ausführung. Die M1M gilt als weiterentwickelte Version mit 12-Volt-Anlage und E-Starter, während die OHV-Versionen der späten Baujahre eine stärkere Motorisierung erhielten.
Motor Chang Jiang M1
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In China diente die CJ 750 zunächst vor allem als Militär-, Behörden- und Dienstfahrzeug; später fand sie auch im zivilen Bereich sowie im Export Verwendung. Unter verschiedenen Import- und Handelsbezeichnungen wurde das Modell auch in Europa bekannt, besonders als klassisches Gespann mit militärisch geprägtem Erscheinungsbild.