Brissonnet

Établissements P. Brissonnet et Cie, französischer Hersteller von Beiwagen unter der Markenbezeichnung "Speed". Gegründet von Pierre Brissonnet, Firmensitz ab 1927 in der 2 und 4, rue Charles-Renouvier, Paris (später 22, Boulevard du Marechal-Leclerc, Neuilly-sur-Seine). Großserienfertigung von Beiwagen seit 1932, daneben Automobilzubehör (u.a. Kofferräume für Citroen 2CV).

 

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Das 1933er Modell Speed war auf zwei Fahrgestell-Varianten erhältlich: auf Bernardet-Chassis zum Preis von 1400 Francs oder auf eigenem Speed-Fahrgestell mit Rad auf zwei einstellbaren Timken-Kegelrollenlagern zum Preis von 1300 Francs. Eine zweisitzige Version kostete 1600 Francs. Die auf Bernardet-Chassis montierten Speed-Beiwagen sind trotz äußerer Ähnlichkeit nicht mit den originalen Bernardet-RRR-Modellen verwandt; die Radnabe der Speed-Standard-Ausfuehrung trug die Prägung "RB".

In den 1940er/50er-Jahren erweiterte Brissonnet sein Programm um Motorroller (Mors-Speed) und eine Voiturette (Vorläufer der Paul-Vallee-Chantecler), kehrte später aber zur Beiwagen- und Zubehörfertigung unter der Marke Speed zurück.

 

Preise Speed (1933):

 

Siehe auch: Bernardet

 

Quelle: bernardet.com, Identification autres side-cars; scoot-toujours.over-blog.com, Mors-Speed et les creations Pierre Brissonnet

 

Timken – Unternehmen und Technik

Gründung: 1899 von Henry Timken als "The Timken Roller Bearing Axle Company" in St. Louis, USA gegründet. Bereits ein Jahr zuvor (1898) hatte Timken ein Patent auf sein einsatzgehärtetes Kegelrollenlager erhalten.

Hintergrund der Erfindung: Henry Timken war ursprünglich Kutschenbauer in St. Louis und stellte fest, dass häufige Rad- und Achsbrüche auf die damalige Gleitlager-Technik zurückzuführen waren. Zusammen mit seinem Schwager Heinzelmann entwickelte er ein Lager, das sowohl radiale als auch axiale Kräfte aufnehmen konnte – das Kegelrollenlager.

Firmensitz: 1901 Umzug nach Canton, Ohio, näher an die US-Stahl- und Automobilindustrie; 1916 Einstieg in die eigene Stahlproduktion, da im Ersten Weltkrieg kein Lagerstahl auf dem freien Markt verfügbar war. Heute Sitz in North Canton, Ohio.

Technisches Funktionsprinzip (Kegelrollenlager): Zwei Kegelrollenlager können in O- oder X-Anordnung montiert werden. Bei der Motorrad-Lenkkopflagerung ist die O-Anordnung gängig, da von außen einwirkende Kippmomente vom Vorderrad so besser aufgenommen werden – die Bauform eignet sich also besonders gut für Radlagerungen, die gleichzeitig Radial- und Axialkräfte aufnehmen müssen, wie sie auch an einem Beiwagenrad auftreten.

Heute: Weltgrößter Hersteller von Kegelrollenlagern, börsennotiert, Fortune-500-Unternehmen.

Quelle: https://www.timken.com/de/125-jahre/

Letzte Bearbeitung: 12. August 2026

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