Wincycle Trading Co

Firmensitz: Great Saffron Hill, London, später 106/107 Great Saffron Hill bzw. 236 High Holborn, London W.C.1 Gegründet: 1910 Land: Großbritannien Tätigkeit: Herstellung der Motorräder der Marke Win (1910 bis 1914) sowie des Paragon-Klappbeiwagens

Die Wincycle Trading Co. war ein Londoner Unternehmen, das zunächst als Handelsfirma auftrat, ehe es ab 1910 unter dem Markennamen Win eigene Motorräder baute, zuerst mit 3,5-PS-Precision-Motoren, B-and-B-Vergasern, Riemenantrieb und Druid-Gabeln zum Preis von 45 Pfund 10 Shilling. Das Modellprogramm erweiterte sich 1913 um 2,5-PS- und 4,25-PS-Varianten; 1914, dem letzten Produktionsjahr, blieben noch zwei Maschinen mit 499 und 599 Kubikzentimetern im Programm, bevor die Fertigung vermutlich kriegsbedingt endete.

Unter dem Namen Paragon vertrieb Wincycle einen patentierten Klappbeiwagen, dessen Chassis sich nach Abnahme des Bootes seitlich zur Maschine klappen ließ, anders als bei der Browning-Konstruktion, die nach oben klappte. Beworben wurde das System damit, dass die zusammengefaltete Kombination durch eine 30 Zoll breite Türöffnung passe.

Die Konstruktion wurde in Verbindung mit einem 4,5-PS-Motorrad mit Precision-Einbaumotor auf der Olympia-Show vorgestellt. Nennenswerte Stückzahlen dürften vom Paragon-Beiwagen nicht gefertigt worden sein, denn in der einschlägigen zeitgenössischen Literatur finden sich kaum Hinweise auf das unter dem Namen Wincycle Trading Co. operierende Unternehmen.

 

 

Quellen:

 

 

Beitrag in MG 45

Siehe auch: Watson

Letzte Bearbeitung: 14. August 2026

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