Schmalspurer

Als Schmalspurer bezeichnet man im Gespannbau ein Gespann mit einer Spurbreite bis 110 cm. Gespanne mit einer Spurbreite darüber gelten als Breitspurer. Die Begriffe wurden 1989 von der Zeitschrift Motorrad-Gespanne eingeführte Bezeichnungen, die auch Fahreigenschaften und Platzverhältnisse im Straßenverkehr charakterisieren (MG 6).

 

Abgrenzung

Professionelle Gespannbauer, geizen mit der Spurweite. Je geringer die Spurweite, desto agiler und sportlicher lässt sich ein Gespann fahren. Die Hebelwirkung, den der Beiwagen auf die Zugmaschine ausübt, ist wesentlich geringer. Diese Belastung macht sich auch beim geringeren Reifenverschleiß bemerkbar. Dabei ist der Übergang ist fließend; die 110-cm-Grenze ist eine Konvention, keine Vorschrift.

 

Typische Maße aus MG-Fahrberichten:

MG 44: Schmalspurer"
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MG 8: 1510 mm Spurbreite, Honda ST 1100 mit Walter Jewell 2-sitzer.
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Einordnung

Sportliche Seitenwagen wie EML Speedline oder Einsitzige Beiwagen liegen häufig im Schmalspurer-Bereich. Tourenseitenwagen mit breitem Gepäckraum und Passagierraum (z. B. Doppelsitzer) überschreiten die 110-cm-Grenze meist. Die Spurbreite beeinflusst das Kurvenverhalten: Je schmaler, desto eher hebt das Beiwagenrad in der Rechtskurve ab (bei rechts montiertem Beiwagen).

Letzte Bearbeitung: 20. Juli 2026

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