Rotohak (Bob Pelikan)

Bob Pelikan ist ein amerikanischer Fahrzeugkonstrukteur und leidenschaftlicher Selbstbauer. Seine Website bobpelikan.com dokumentiert eine breite Palette an Eigenbauprojekten: neben dem Rotohak u.a. ein VW-Jetta-Pickup, ein Jeepster-Karosse auf Corvette-Basis, ein BMW Isetta, eine Indian sowie diverse Vorkriegsfahrzeuge. Der Rotohak ist sein einziges Gespann-Projekt.

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Version 1 – Rotohak V1 (1993)

Der Rotohak entstand 1993, als Bob Pelikan einen normalansaugenden Mazda-RX7-Motor in ein Gespann einbaute, das äußerlich wie ein BMW K100 mit Beiwagen aussah. Der Wankelmotor trieb sowohl das Hinterrad des Motorrads als auch das Beiwagenrad über ein VW-Automatikgetriebe an. Nur bei genauerer Betrachtung war das Geheimnis zu lüften. Pelikan fuhr das Gespann mehrere Jahre lang und verkaufte es 1998 mit dem Vorbehalt, bei einem Weiterverkauf ein Vorkaufsrecht zu haben.

 

Version 2 – Rotohak (ab 2001)

2001 nutzte Pelikan sein Vorkaufsrecht, und der Rotohak kehrte in seine Garage zurück. Er beschloss, das Fahrzeug grundlegend zu überarbeiten: Als neuen Motor fand er bei einem lokalen japanischen Motorenimporteur einen sequentiell-twin-turbobeatmeten, intercooled Mazda-Cosmo-Motor.

Der Motor stammt aus dem Mazda Eunos Cosmo, einem Japan-exklusiven Fahrzeug, und leistet 325 PS.

Pelikan kaufte umfangreiche Karosserieteile des BMW R1150RT, die er auf den alten K100-Unterbau aufsetzte. Wo normalerweise der Motor sitzt, befindet sich nun ein 16-Gallonen-Kraftstofftank aus dem Marinebereich, angeschlossen an den normalen Tankdeckel. Der Wankelmotor sitzt im Heckbereich des Beiwagens, wobei vorne noch Platz für einen Beifahrer bleibt. Aufwändige Glasfaserarbeiten und polierte Aluminiumteile sowie ein Corbin-Sitz vervollständigen das Fahrzeug.

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Technische Details

Der Treibriemen vom Motorrad-Hinterrad zum Beiwagenrad ist 4 Zoll breit (Zahnriemen/Cog Belt), der Radstand zwischen Motorrad-Hinterrad und Beiwagenrad beträgt 16 Zoll. Das Getriebe ist ein VW-Transporter-Automatik; Motor und Getriebe sind um etwa 15 Grad zur Fahrzeuglängsachse versetzt, damit das Getriebe an der Hüfte der Beifahrerin vorbeipasst. Die Kraftübertragung zur Seitenwagenachse erfolgt über Gleichlaufgelenke (CV-Joints). Die Motorrahmenschienen dienen als Kühlwasserkanäle und führen das Kühlmittel zu einem Kühler im Frontbereich des Beiwagens mit elektrischen Lüftern.

 

Tarnung und Konzept

Das Fahrzeug ist als „Sleeper" konzipiert: Was wie ein gepflegtes BMW-Gespann aussieht, ist in Wahrheit ein 325-PS-Fahrzeug mit Wankelmotor. Der sichtbare Zylinderkopf an der Verkleidung ist eine Attrappe. Lediglich der Wheelie-Bar am Heck und das ungewöhnliche Auspuffgeräusch könnten den Verdacht wecken.

 

Namensgebung

Der Name „Rotohak" ist vermutlich eine Zusammensetzung aus „Rotary" (Wankelmotor) und „Hack" – dem englischen Begriff für Beiwagen (Sidehack).

 

 

Beitrag in MG 34

Letzte Bearbeitung: 13. Juni 2026

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