Musyl

Johann R. Musyl betrieb in Wien eine Beiwagenerzeugung unter dem Kürzel J.R.M. Der Firmensitz lag in Wien XV, Herklotzgasse 13, Telefon R 38-2-34. Eine Anzeige in der Zeitschrift Das Motorrad vom 1. Jänner 1930 bezeichnet die Firma als altbekannte Wiener Beiwagenerzeugungsstätte.

 

Geschichte

Die Anzeige beschreibt zwei Baureihen. "Das Musyl-Touren-Fahrgestell zeichnet sich durch geringes Gewicht aus. Das Stahlrohr dieses Fahrgestells wird an den Verbindungsstellen durch Anordnung von Klemmmuffen vor eventuellen Schäden einer Wärmebehandlung verschont und behält seine ursprüngliche Qualität. Diese Fahrgestelle sind elastisch und von bedeutender Lebensdauer. Die Ganzmetall-Karosserien werden in jeder gewünschten Form gebaut, sind leicht und bei Unfällen splitterfrei. Für schnelle Fahrten und rasches Kurvennehmen eignet sich das Musyl-Sport-Fahrgestell, ausgestattet mit einem elastischen Bogenchassis. Diese Ausführung hat sich bereits in zahlreichen Bahnrennen und Wertungsfahrten bewährt, manchem Fahrer zum Sieg verholfen."

 

Einordnung

Über Johann R. Musyl als Person und über die weitere Betriebsgeschichte der Firma abseits dieses Zeitschriftenbelegs ist derzeit nichts bekannt. Der Firmenname, Standort und die Produktbeschreibung sind jedoch durch die Anzeige selbst eindeutig belegt.

 

 

Quellen: Das Motorrad, 1. Jänner 1930, S.200 (Bildindex 226).

Letzte Bearbeitung: 22. Juli 2026

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