Motosacoche

Motosacoche (MAG = Motosacoche Acacias Genève) war ab ca. 1900 als Komplettmotorrad- und Motorenhersteller tätig, mit Werken in Genf (CH), Lyon (FR) und Mailand (IT). Der Markenname bedeutet wörtlich „Motor im Sack" – ein selbständiges Antriebsaggregat, das in Fahrräder eingebaut werden konnte.

 

Motosacoche-Gespanne beim schweizer Militär.

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Sidecar-Kombinationen im Programm

Motosacoche bot frühzeitig vollständige Gespann-Kombinationen an:

 

Motorsport mit Gespann

Beim legendären Klausenrennen 1934 gewann Fritz Köhler (Leipzig) die Gespann-Klasse bis 350 ccm auf einer Motosacoche. Das Gespann wurde nach dem Krieg getrennt (Motorrad im Westen, Beiwagen im Osten Deutschlands) und nach dem Mauerfall wieder vereint. 2004 siegte das Gespann in Originaloptik beim Klausenrennen Memorial erneut in seiner Klasse.

 

MAG-Motoren in Fremdgespannen

MAG-Motoren wurden von zahlreichen europäischen Herstellern verwendet, die selbst Gespanne bauten: u.a. Condor (CH, inkl. Schweizer Armee), Monet-Goyon (FR), Imperia (DE), Neander (DE), Condor (CH). Die frühen Schweizer Armeegespanne fuhren ebenfalls mit MAG-Antrieben, bevor Condor auf eigene Motoren umstieg.

 

Technische Kenndaten (bekannte Gespann-relevante Modelle)

2C9 / Autosacoche

1918–ca. 1922

V-Twin IOE

1000 cc

„Kaffeemühle"-Schalthebel

750GL Combination

1918

V-Twin

750 cc

–

6hp Combination

ca. 1918

V-Twin

ca. 750 cc

2-Gang, Kettenantrieb

Type 803 Tourisme Luxe

1925

MAG V-Twin

k.A.

3-Gang, Werk-Gespann

 

 

Hinweis zur Quellenlage: Spezifische technische Daten zum Type 803 (Hubraum, Bohrung/Hub) sind in öffentlich zugänglichen Quellen dünn. Die Angabe „10 CV" deutet auf ein größeres V-Twin-Aggregat hin, vermutlich ~750–1000 ccm.

 

Motosacoche aus Lyon von 1928 mit einem Nachbau-Beiwagen des niederländischen Oldtimer Spezialisten Samwel.

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Motosacoche-Gespann für die Rennstrecke.

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Motosacoche, vorgestellt in MG 212

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Beiträge in MG 11, 86, 109, 212

Letzte Bearbeitung: 14. August 2026

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