Mitchell, Bob

 

Bob Mitchell. Australischer Gespannrennfahrer, geboren in Melbourne, Victoria. Mitchell gilt als der bedeutendste australische Gespann-Rennfahrer in den 1940er und 50er Jahren und der erste Australier, der WM-Punkte in der Seitenwagen-Weltmeisterschaft erzielte.

Gefördert vom Norton- und Moto-Guzzi-Werksfahrer Ken Kavanagh, absolvierte Mitchell 1951 eine Ausbildung als Motorradmechaniker und bestritt erste Rennen mit einem Ariel-Gespann. Mit Beifahrer Jim Hocking gewann er im Dezember 1952 die australische 600-cm³-Sidecar-TT in Little River.

1954 reiste Mitchell mit dem neuen Beifahrer Max George nach Europa, ausgestattet mit einer Manx Norton und dem ehemaligen WM-Seitenwagen-Chassis von Cyril Smith. Beim Deutschland-GP 1955 am Nürburgring belegte er den fünften Platz. Ein Jahr später folgte mit Rang drei beim Dutch TT in Assen die erste Podiumsplatzierung eines australischen Gespannteams in einem WM-Lauf. Die Saison 1956 schloss das Duo Mitchell/Bliss mit Platz vier in der Weltmeisterschaft ab.

Nach der Rückkehr nach Australien Ende 1956 bestritt Mitchell mit dem Norton-Gespann 21 Siege in Folge gegen die stärkeren Vincent-Gespanne, darunter Doppelsiege bei Mildura und Bathurst. Anschließend zog er sich vom Rennsport zurück. Bis zum Auftreten von Shane Soutar rund 40 Jahre später blieb Mitchell Australiens erfolgreichster internationaler Gespann-Rennfahrer.

Letzte Bearbeitung: 4. Juni 2026

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