Indian

Die amerikanische Marke Indian Motorcycle gehörte bereits in den 1910er- und 1930er-Jahren zu den führenden Herstellern von serienmäßigen Motorradgespannen. Im Gegensatz zu vielen europäischen Herstellern bot Indian eigene, auf die Motorräder abgestimmte Seitenwagen an. Dadurch entstanden besonders harmonische Gespanne, die sowohl im Tourenbetrieb als auch bei Polizei, Militär und Behörden beliebt waren.

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Wichtige Gespannmodelle bis 1940

Die Indian Scout war das leichtere V2-Modell von Indian. Besonders die Modelle 101 Scout (1928–1931) galten als hervorragende Seitenwagenmaschinen. Wegen ihres niedrigen Schwerpunkts und des guten Fahrwerks wurden sie häufig mit leichten Beiwagen kombiniert.

 

Der Chief war das klassische Touren- und Gespannmotorrad. Bereits in den 1920er-Jahren wurde der sogenannte Big Chief hauptsächlich für den Beiwagenbetrieb angeboten. Der kräftige 74-cui-V2-Motor (1.200 cm³) machte ihn ideal für lange Reisen oder den Einsatz bei Behörden.

 

Die Indian Four, das luxuriöse Vierzylindermodell, wurde ebenfalls mit Seitenwagen ausgeliefert. Dank seines ruhigen Motorlaufs eignete es sich hervorragend für komfortable Fernreisen.

 

Originale Indian-Seitenwagen

Bereits in den 1920er-Jahren fertigte Indian eigene Seitenwagen. Zu den bekanntesten gehörten:

Princess Sidecar (ca. 1922–1939), elegante, stromlinienförmige Karosserie, Holz- und Stahlrahmen, komfortable Federung, passend zu Chief, Scout und Four

Indian Sport Sidecar (ab Mitte der 1930er Jahre), leichter und sportlicher ausgeführt, vereinfachte Karosserie, besonders für Scout und Sport Scout geeignet.

 

Typische Nutzung

Noch vor dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg bestellte Frankreich mehrere tausend Indian Chief mit Seitenwagen für militärische Zwecke.

 

Typisch für Indian-Gespanne vor 1940 waren großvolumige V2-Motoren mit viel Drehmoment, stabile Rohrrahmen, robuste Seitenwagenanschlüsse und farblich auf das Motorrad abgestimmte Original-Seitenwagen.

 

Bereits ab 1910 waren Gespannrennen äußerst populär und Siege wichtige Argumente für den Verkauf. In Mode kamen die Flxicar-Konstruktionen bei denen sich mit dem Motorrad auch das Beiwagenrad neigte und das Boot aber gerade blieb.

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Besonders an den leistungsstarken Indian Daytona Powerplus Motoren mit 1000 Kubik, waren erhebliche Kurvengeschwindigkeiten möglich. Zudem sah es zur Freude der Zuschauer spektakulär aus. Die Karosserie bestand bis 1918 noch aus abgelagerter Eiche, verschraubt mit Stahlblechteilen.

Im Jahr 1925 wurde ein „Princess“ Beiwagen zum Preis von 100 US Dollar mit Niederdruck-Ballonreifen für den Einsatz an einer Big Chief angeboten, welcher die Fahrqualität durch seine Ausgeglichenheit und Laufruhe verbessert haben sollte.

 

Indian Chief von 1935
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Beiträge Indian (historisch) MG 36, 199

Letzte Bearbeitung: 12. Juli 2026

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