IZH (Иж, auch Isch, ISCH, IZH). Sowjetischer, später russischer Motorrad- und Waffenhersteller aus Ischewsk, Udmurtien, etwa 1200 km östlich von Moskau. Werksbezeichnung Ischmasch (Ижмаш).
Firmengeschichte
Produktion seit 1927, bis 1999 rund 11 Millionen IZH-Motorräder gefertigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg Nutzung von Fabrikationsanlagen aus dem demontierten DKW-Werk Zschopau. Auf Basis der DKW NZ entstand zunächst die IZH-350 mit 11 PS und Trapezgabel. 1948 folgte die Sportversion 350 C mit Telegabel und Geradweg-Federung, diese Optimierungen flossen in die Serienversion IZH-49 ein. Mit der IZH-56 (1956–1961, 13 PS) löste ein Rohrrahmen mit geteiltem Unterzug das bisherige Chassis aus gepressten Stahlprofilen ab, Vergaser und Luftfilter wurden durch Abdeckungen geschützt, Räder wurden untereinander tauschbar. Danach folgte die im Westen bekanntere Baureihe Planeta, modellgepflegt bis in die 1990er-Jahre für China- und Dritte-Welt-Märkte produziert. Im postsowjetischen Russland sank die Nachfrage trotz überarbeitetem Styling und 22 PS deutlich. 1996 wurde die Motorradsparte als Ischmasch-Moto ausgegliedert.
Modellreihen mit Beiwagenbezug
Planeta (Einzylinder, ab 1962) und Jupiter (Zweizylinder, siehe separater Eintrag), beide für Seitenwagenbetrieb ausgelegt.
Beiwagen-Zulieferer
Die Beiwagen für die IZH-Zweitakter wurden von der Firma VMZ (Vyatskopolyanskiy Mashinostroitelnyy Sawod) im russischen Vyatskie Polyany gefertigt.
IZH-9.703-Modell von 1988
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