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HTH – Hans Tautenhahn Hartenstein (Sachsen, Erzgebirge)
Karosseriebau-Betrieb, aktiv von 1924 bis Mitte der 1970er Jahre. Produzierte Kleinwagen, Motorradgabeln, Behindertenfahrzeuge und Seitenwagen, teils nach Vorbild älterer Stoye-Modelle. Neuere Modelle (1950er) ähnelten optisch den GeWo- und Wünsche-Beiwagen, unterschieden sich aber durch eine Karosserie ohne Holzrahmen.
Hohenstein-Ernstthal (Sachsen) im Erzgebirge, unweit von Zschopau, dem Standort von MZ (damals DKW / IFA DKW). In den 1950er Jahren als VEB HTH Fahrzeugbau verstaatlicht.
Spezialisierung auf Beiwagen für Motorräder – insbesondere für die IFA-DKW RT 125 und Awtowelo / Simson AWO 425.
HTH-Beiwagen zeichneten sich durch einfache, stabile Konstruktionen aus, die mit vorhandenen Materialien hergestellt werden konnten. Typisch war der Stahlrohrrahmen mit Blechverkleidung, runde Formgebung, und in frühen Modellen ein sehr einfacher Sitzaufbau.
HTH füllte nach 1945 eine Lücke, als die traditionellen Hersteller (wie Stoye) durch Kriegsschäden und Abbau der Produktionsanlagen bis 1950 nur sehr eingeschränkt produzieren konnten.
Produktion vermutlich bis Anfang der 1950er Jahre, dann Integration in die volkseigene Struktur, teilweise Übergang zu anderen Betrieben.