EZS-Reiger Gespanntelegabel. Hersteller: EZS (Albert Engbers) – in Zusammenarbeit mit Reiger (Niederlande). Vorgestellt 1995.
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Überblick
Die EZS-Reiger Gespanntelegabel war eine speziell für den Gespannbetrieb entwickelte Telegabel, die mit entsprechend neu gefertigten Gabelbrücken für alle Motorradmodelle geeignet war. Albert Engbers von EZS schlug damit 1995 einen neuen Weg im Gespannbau ein.
Hintergrund
In den 1980er Jahren galt im Gespannbau die Maxime, die serienmäßige Telegabel durch eine Schwinge zu ersetzen. Lediglich bei Moto-Guzzi-Gespannen wurde die Telegabel toleriert. Die Brüder Aregger leiteten mit einer Upside-Down-Gabel eine Wende ein und bewiesen über hohe Kilometerlaufleistungen, dass eine Telegabelkonstruktion den Anforderungen im Gespannbetrieb gewachsen war. Weitere Telegabelversionen folgten, darunter die LS 650 von Lohré, die BMW-Boxer-Umbauten von Stern und die GL-Gespanne von Horst Hartmann mit gelenktem Seitenwagenrad.
Hauptargument für die Rückkehr der Telegabel waren wirtschaftliche Überlegungen, da die Kleinserienproduktion modellspezifischer Vorderradschwingen kostspielig war. Die Schwachpunkte der Serientelegabel – Verwindung, hohe Lenkkräfte bei Seriennachlauf und begrenzter Verschleißvorrat am Pneu – blieben allerdings bestehen.
Konzept
Die EZS-Reiger Gespanntelegabel unterschied sich von herkömmlichen Serientelegabeln durch ihre gespannspezifische Auslegung. In Zusammenarbeit mit dem niederländischen Federungsspezialisten Reiger entstand eine universelle Lösung, die über modellspezifische Gabelbrücken an verschiedene Motorräder adaptiert werden konnte. Wieviel dieser Telegabeln verbaut wurden ist nicht bekannt.
Beitrag in MG 25