Fritz Egli ist einer der bedeutendsten Schweizer Motorrad-Rahmenbauer des 20. Jahrhunderts. Bekannt für seinen charakteristischen Zentralrohrrahmen (ca. 100 mm Durchmesser, ausschließlich gerade Rohre), der japanischen Großserienmotoren der 1970er Jahre erst das passende Fahrwerk gab. Im Bereich Gespann setzte Egli 2009 im Alter von 72 Jahren mit einem selbst konstruierten Gespann auf Hayabusa-Basis einen Weltgeschwindigkeitsrekord auf dem Bonneville-Salzsee.
Ausriss aus MG-Katalog 1990
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Steckbrief
Nationalität: Schweizer
Geboren: 30. Juni 1937 in Bettwil (nach anderen Quellen: Zürich), Aargau
Firma liquidiert 2023
Aktive Rennkarriere: 1960er Jahre (Bergrennen)
Weltmeistertitel Gespann: keiner (Weltrekord-Inhaber)
Meldung aus MG 34 von 1996, MuZ Silverstar .
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Rennkarriere
Egli absolvierte eine Ausbildung als Präzisionsmechaniker bei Siemens-Albis und arbeitete zeitweise in Mexiko, wo er US-amerikanische Motorradrennfahrer kennenlernte und Wüstenrennen bestritt. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz kaufte er einen umgebauten Kuhstall als Motorradwerkstatt. Mit einer modifizierten Vincent Black Shadow, für die er einen frühen Zentralrohrrahmen konstruierte, gewann er 1968 den Schweizer Bergrennen-Meistertitel.
Im Rennsport selbst blieb Egli auf nationaler Ebene aktiv; seine eigentliche Bedeutung liegt im Rahmen- und Fahrzeugbau.
Den spektakulärsten Gespann-Bezug lieferte Egli 2009: Im Alter von 72 Jahren konstruierte er ein Gespann auf Basis einer Suzuki Hayabusa 1300, deren Motor auf über 400 PS (Angaben variieren zwischen 340 und 477 PS, je nach Messmethode und Kraftstoff) gesteigert wurde. Mit diesem Fahrzeug erzielte er am 16. September 2009 auf dem Bonneville-Salzsee in Utah einen Weltrekord von 332 km/h (Durchschnitt aus zwei Läufen; einzelne Läufe bis 347 km/h). Als Kraftstoff wurde Bio-Ethanol eingesetzt.
Besonderheiten
Erfinder und Pionier des Zentralrohrrahmens für Motorräder: charakteristisches ~100-mm-Hauptrohr, ausschließlich gerader Rohrverlauf — weltweiter Einfluss auf andere Rahmenbauer
Weltrekord-Gespann 2009 (Bonneville): 332 km/h / 347 km/h mit Hayabusa-Turbo auf Bio-Ethanol
Egli war A-Händler für Honda, Kawasaki und Suzuki und beschäftigte bis zu 12 Mitarbeiter
Bekannte Egli-Besitzer: TV-Koch Horst Lichter (MRD1 und Red Baron)
2015 Verkauf der Firma, 2023 endgültige Liquidation nach Versteigerung im Aargau
In den 1990er Jahren Importeur für Chang Jiang, seitengesteuerter 2-Zylinder-Boxermotor
Sein Nachfolger war Jürg Lindenmann, der über 30 Jahre an seiner Seite arbeitete
Quellen:
https://en.wikipedia.org/wiki/Fritz_Egli
https://www.kues-magazin.de/fritz-w-egli-eine-motorrad-legende-im-portraet/
https://www.auto-medienportal.net/artikel/detail/347
https://mathy-austria.com/fritz-egli-bricht-seitenwagen-weltrekord/
https://www.alaturka.info/de/geschichte/moderne/5996-fritz-egli-rahmenkonstrukteur-fuer-motorradfahrwerke
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