Binder, Karl

Die Metallwarenfabrik Reichertshofen, Inhaber Karl Binder, baute einen Seitenwagen exklusiv für die Auto Union (DKW) – speziell für die 250er- und 350er-Modelle (DKW RT 250/2 und RT 350/RT 350 S). Gestalterisch war der Beiwagen in Bug und Heck an die DKW-Automodelle angepasst – eine bewusste Markenangleichung zwischen Pkw- und Motorraddesign der Auto Union.

 

Abb. aus MG 39
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Geschichte

Erstmals vorgestellt wurde das DKW-Binder-Gespann 1952 auf der IFMA in Frankfurt. Bis zum Produktionsende 1956 entstanden rund 800 Einheiten, bei einer Fertigungskapazität von acht Stück pro Woche. Danach wandte sich Binder wieder der allgemeinen Blechwarenherstellung zu, u. a. der Fertigung von Karosserieteilen für die Automobilindustrie.

 

Daten Binder-Seitenwagen

 

Einordnung / Seltenheit

Nach Angaben eines Oldtimer-Händlers existieren heute weltweit nur noch etwa 22–25 Exemplare, die Kombination aus DKW-Motorrad und Binder-Beiwagen ist nur noch 7- bis 8-mal dokumentiert, allerdings handelt es sich dabei um eine Verkaufsangabe ohne belastbare Quelle, nicht verifiziert, daher nur als Anhaltspunkt für die Seltenheit zu werten, nicht als gesicherte Zahl.

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Firmennachfolge

Die Metallwarenfabrik Reichertshofen Karl Binder GmbH besteht bis heute, mittlerweile unter Geschäftsführung von Dipl.-Ing. Karl-Franz Binder, und hat sich auf Komponenten- und Werkzeugbau für Automobil-, Luftfahrt- und Kraftwerkstechnik spezialisiert – mit der einstigen Beiwagenproduktion hat das operative Geschäft heute nichts mehr zu tun.

 

Quellen

Letzte Bearbeitung: 12. August 2026

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