Hersteller:** Graham Beamish, England, Produktionszeitraum: ca. 1972–1981, Motor: Suzuki (Trial-Einzylinder)
Geschichte
Die Entstehungsgeschichte der Beamish-Trialgespanne ist eng mit Suzuki verknüpft. Ende der 1960er Jahre plante Suzuki den Bau eines Trial-Motorrads und beauftragte Gordon Farley, den damaligen englischen Trial-Meister, mit der Entwicklung. Das schließlich produzierte Fahrzeug entsprach jedoch nicht Farleys Konzept und erzielte keine nennenswerten Rennerfolge. Suzuki verlor das Interesse und bot dem englischen Suzuki-Händler Graham Beamish die Restbestände an.
Beamish begann daraufhin, neben Solo-Fahrzeugen Trial-Gespanne mit Suzuki-Motoren zu bauen. Seine Fahrwerke bestanden aus hochwertigem Reynolds-Rohr, das hart verlötet und anschließend verchromt wurde. Zwischen 1972 und 1981 produzierte Beamish etwa 50 Gespanne pro Jahr, bevor seine Firma in einem anderen Unternehmen aufging.
Bedeutung in der Trial-Szene
Beamish-Fahrzeuge beherrschen die kleine, aber feine Trialgespann-Szene bis heute. Neben wenigen Eigenbauten gelten sie als das Maß der Dinge im Gespann-Trial. Der deutsche Watsonian-Importeur **Peter Lohre aus Leichlingen lässt Trial-Seitenwagen nach Beamish-Vorbild nachfertigen. Auch Spitzenfahrer wie Heinz Franken (mehrfacher deutscher Meister im Gespann-Trial) setzt eine Gas-Gas mit einem solchen Nachbau ein.
Die Zahl der Gespann-Trialer hält sich in Deutschland unter 100. Nachdem der Sport in den 1980er Jahren mehr oder weniger Winterschlaf hielt, ist seit Mitte der 1990er Jahre wieder Bewegung in die Szene gekommen.
Bekannte Fahrer auf Beamish
Heinz Franken mehrfacher deutscher Meister, fährt Gas-Gas mit Beamish-Nachbau-Seitenwagen
Fuhre/Käser 1995 Weltmeister
Jackie und Wiljam Janssen 1995 WM-Vierte
Eimbert Timmermans Ex-Weltmeister
Martin Gölz / Hans-Rudolf Stettier Vizeweltmeister und Deutscher Meister 1993
Beitrag in MG 27